
| „Reisen ist Verantwortung,
da man dabei -im wahrsten Sinne des Wortes– auch immer Grenzen überschreitet.“*** Wir wollen eine Art des Reisens fördern, die verantwortungsvoll und respektvoll erfolgt und bei der sich alle Menschen –Reisende wie Bewohner des Reiseziels- auf derselben Augenhöhe begegnen können. Zu viele Reiseunternehmungen erfolgen leider ohne Rücksicht auf die Werte und Kulturen der Menschen in den Gegenden, an die gereist wird. Eurozentrische Erwartungen sowie ein ungefiltertes Ausagieren der eigenen Kultur am Urlaubsort enthalten nicht nur koloniale Elemente sondern führen auch zu langfristigen Schäden – sowohl für die kulturelle Autonomie und Traditionen der bereisten Orte als auch hinsichtlich der Qualität der Begegnungen. Bezüglich negativer Auswirkungen von Reisen auf die Natur erfahren wir momentan eine gestiegene Achtsamkeit der Gesellschaft: immer mehr Reisende haben den Wunsch, sich an der Reparatur der durch sie verursachten Schäden zu beteiligen. So erfahren Umwelt-Programme wie Atmosfair große Akzeptanz. Reisen-mit-Respekt.de geht einen neuen Schritt: wir übernehmen Verantwortung für die Schäden, die durch Urlaubsreisen auf kultureller und sozialer Ebene entstehen. „Das Problem entsteht hier in Europa. Hier lernen wir von klein auf, dass es die „Anderen“ sind, die sich auf unsere Kultur einlassen müssten, nicht anders herum. Hier lernen wir, dass wir Respekt recht einseitig verteilen und über andere Kulturen urteilen dürfen. Daher muss ein „Reparaturprogramm“ bei uns zu Hause –vor der eigenen Tür- durchgeführt werden.“*** Menschen aus genau den Gegenden, die wir gerne bereisen, stehen ihrerseits paradoxerweise in unserem Land großen Schwierigkeiten gegenüber. Soziale Verantwortung übernehme ich, wenn ich dabei mithelfe, dass bereits hier in Europa die Weichen gestellt werden für eine reflektierte und vorurteilsfreie Haltung allen Kulturen und Gesellschaften gegenüber. Daher unterstützt „Reisen-mit-Respekt“ eine antirassistische media-watch-Organisation dabei, ihre Antidiskriminierungs-Aufklärungsarbeit fortzuführen, dort wo sie am meisten Menschen erreicht: in der deutschen Medienöffentlichkeit. So tragen Sie mit dem Kauf jedes Flugtickets dazu bei, dass in Deutschland immer weniger diskriminierende Bilder und Inhalte perpetuiert werden, wie zum Beispiel das Phantasma der „defizitären Anderen“ und der überlegenen, „zivilisierenden“ europäischen Kultur(en), dessen Tradierung gerade mit Reisen leider untrennbar verbunden ist. Von jedem bei uns gebuchtem Flug gehen 5 € an die antirassistische Aufklärungsarbeit der media-watch-Organisation. *** Yesim Fadia Artikel „Bilder ohne Ende – Zur Konstruktion des Fremden in Geschichte und Gegenwart“, von Manuel Geller: www.sopos.org/aufsaetze/4430591b5ef8a/1.phtml "white charity" - Strategien und Wirkungen von Spendenwerbung in der Entwicklungszusammenarbeit. Umfassende Analysen und interessantes Material zu diskriminierenden und einengenden Stereotypen. Von Timo Kiesel und Carolin Philipp www.whitecharity.de/index.html FernWeh - Forum Tourismus & Kritik. ".. engagiert sich für eine kritische tourismuspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Mit Blick auf das Nord-Süd-Verhältnis machen wir auf die wachsenden sozialen Widersprüche als Folge des gegenwärtigen touristischen Geschehens aufmerksam. Wir zeigen die Verflechtungen von sozialen, ökonomischen und ökologischen Aspekten im und mit Tourismus auf und setzen sie in den Kontext gesellschaftlicher Machtbeziehungen. Tourismus als gesellschaftliches Phänomen zu begreifen heißt auch, sich mit eigenen Erwartungen und Bildern rund um das Reisen zu beschäftigen. FernWeh geht den Zusammenhängen zwischen Tourismus, Kultur und Rassismus nach, indem der gesellschaftliche Umgang mit "Fremde(n)" reflektiert wird. Wir plädieren für die Revision herkömmlicher Konzepte von "Hier" und "Dort", von "Wir" und "Die" zugunsten eines Verständnisses dafür, dass das Fremde und das Eigene nicht auf festgefügten wesensmäßigen Unterschieden beruht." www.iz3w.org/fernweh/deutsch/index.htm Begriffskritik "Dritte Welt" Hintergrund-Infos zur media-watch Organisation: Was in anderen Ländern Gang und Gäbe und bereits seit längerer Zeit institutionalisiert ist, wurde in Deutschland im Jahr 2001 zivilgesellschaftlich initiiert: “der braune mob e.V.” ist Deutschlands erste media-watch Organisation, gegründet 2001 von einer Gruppe Schwarzer deutscher Medienprofis (TV-Produzenten, SchauspielerInnen, ModeratorInnen, MusikerInnen, RedakteurInnen, AutorInnen, JournalistInnen, JuristInnen, HistorikerInnen...), die diskriminierungsfreie Berichterstattung erreichen wollen. Dies geschieht in erster Linie mittels Aufklärung. Durch umfassende Informationen und Diskurse gibt “der braune mob e.V.” Hilfestellung, wie ein fairer und politisch korrekter Umgang mit allen Menschen und Themen in der Öffentlichkeit erfolgen kann. Zu diesem Zweck beobachtet der Verein die Medien und tritt in einen öffentlichen Dialog. Zahlreiche JournalistInnen, PublizistInnen und Redaktionen wenden sich mit Fragen an die Organisation, einige haben deren Inhalte und Empfehlungen in ihre redaktionellen Richtlinien aufgenommen. Dabei sind Leserinnen und Zuschauer zum Mitmachen eingeladen und ein wichtiges Element der Aufklärungsarbeit. Zu den Aktivitäten der media-watch gehören unter anderem: - regelmäßige Herausgabe der "Informationen für Journalisten zu diskriminierungsfreier Sprache", gratis zum download - gratis Online Archiv zur Recherche mit Themenschwerpunkten wie "Schwarze deutsche Kultur und Geschichte", "Medienbetrachtung", "Kinder/Jugend", "Schwarze Deutsche während der NS-Zeit" - FAQ-Seite für heikle Fragen politisch korrekter Ausdrucksweise und Inhalte - Durchführung des „KiKuJu“-Kinder-und-Jugend-Kulturwettbewerbs ReferentInnen des Vereins halten darüber hinaus Vorträge an Universitäten und Workshops in Redaktionen zum Themen rund um diskriminierungsfreie Berichterstattung. Ausführliche
Infos und weiterführende FAQ: |